nationalfeiertag

wie bemerkst du, dass dein leben am arsch ist? Du sitzt alleine mit ner 10g Dose Schnupftabak da und fragst dich ob dus schaffst, die gaze dose an einem abend zu schnupfen ohne einen nikotionschock zu haben......hm.

1.8.15 22:44, kommentieren

du gehörst mir - about hans

Hans ist 17 Jahre alt und Asiate. Hart, ich weiss.

Fast drei Jahre ist es her, als er mir seine Liebe gestanden hat. Ein schüchterner Junge, der keine Ahnung von Mädchen und noch nicht mal seinen ersten Kuss hinter sich hat. Gefragt hat er mich nach etwa 45 Minuten spazieren.

Natürlich war ich mir über seine Gefühle bereits vorher im klaren. Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich sie mir wunderbar zu nutze gemacht um auch immer schön das zu kriegen was ich möchte.

Wie ihr bemerkt, ich war nicht in Hans verliebt. Abserviert habe ich ihn trotzdem nicht, ich hab einfach nichts gemacht. Themeawechsel, Lachen, Ende.

Er hats verkraftet und erduldet, war weiterhin mein "bester freund" und hat still leidend getan was auch immer ich von ihm wollte. Jedem war klar, dass ich ihn ausnutzte, nur ihm nicht.

So war es zumindest bis vor einigen Wochen. Eigentlich hat alles vor einem halben Jahr begonnen, als ich es etwas zu weit getrieben habe. In einem Klassenlager habe ich aus Spass mit ihm geflirtet ohne etwas von ihm zu wollen. Sagen wir mal, er war frustriert.

Neusterdings jedoch hat er es geschafft sich ENDLICH in ein neues Mädchen zu verlieben. Ein Mädchen, das den selben Namen hat wie ich und ihn praktisch bereits abserviert hat.


Ihr könnt euch nicht vorstellen wie ich innerlich gejubelt habe, während ich meinem "besten Freund" erklärte, dass er nicht aufgeben darf.


Ich will immer noch nichts von Hans, aber dass der Junge, den ich nicht will nun plötzlich nichts mehr von mir will.....das kann so nicht akzeptiert werden.


Seufz~

4.3.15 23:09, kommentieren

Du riechst nach Sex- about Amine und Doni

Ich hab mich lange nicht gemeldet, nicht weil es nichts zu erzählen gegeben hätte, eher umgekehrt. Ich habe echt angefangen den Blog hier zu vermissen, also musste ich einfach wieder einmal etwas schreiben, um mir zumindest die letzte abgefuckten Dinge von der Seele zu reden.

Keine Ahnung wieso, aber irgendwie hab ich das Bedürfnis die Vorkommnisse in meinem Leben anderen mitzuteilen...wieso auch immer, sowas soll es ja geben.


Aber fangen wir an.......erinnert ihr euch an Amine, den abgefuckten Typen, mit dem ich eine abgefuckte Beziehung angefangen habe?
Ich hab ihn betrogen.

Ja, dieses Spiel können auch zwei spielen, mein lieber herr Kontrollfreak-Fremdgeher. Man muss ja sagen, dass unsere Beziehung sowieso Dreck ist.
Wir stellen uns als Paar vor und verbieten uns gegenseitig mit anderen Menschen zu schlafen während wir beide versuchen den jeweilig anderen, genau damit, eifersüchtig zu machen.

Anfangs fand ich dieses Spielchen ja toll, aber langsam komme ich mir vor wie ein streitendes Ehepaar. Gerade weil wir sind wie wir sind, langweilen uns Personen um so schneller, je interessanter wir sie anfangs fanden. Anders ausgedrückt, wir interessieren uns einen Dreck für einander, wollen aber nicht unsere Besitzansprüche aufgeben. Abgefuckt ich weiss. Wir leben unser Leben wie zu vor und tun worauf immer wir gerade Lust haben, der einzige unterschied ist, dass wir uns dann abends streiten, grandios. Notiz an mich selbst:

Beziehungen mit abgefuckten Menschen sind nicht besser als welche mit normalen.


Aber hey, vergessen wir Amine erstmal für eine Weile und reden statt dessen über Doni.

Doni ist Luzerner, wohnt über zwei Stunden weit weg, kennt mich aus dem Internet, denkt ich sei zwei Jahre älter als ich in Wirklichkeit bin, hat einen Nachnamen den ich nicht aussprechen kann und ist noch Jungfrau....bzw. war.


Doni ist echt okey, ich mag Doni. Er ist rein optisch eigentlich genau mein Typ, riecht gut und ist so lieb, dass es regelrecht entwaffnend wirkt.

Unser erstes Treffen fand letzten Dienstag statt. Er hat mir geholfen Umfragebögen an fremde Menschen verteilen zu gehen. Nichts was man gerne alleine macht. Wäre ich er gewesen, hätte ich die lange Fahr für so etwas bestimmt nicht auf mich genommen. Aber wenn ich ich glauben kann hat er wohl nicht so viel mit Mädchen am Hut....in Zwischenzeit glaube ich ihm wirklich, verdammt der Typ ist so scheiss ehrlich, was soll ich da noch tun, ausser ihn zu knuddeln?

Zu dem Zeitpunkt habe ich ihm aber noch nicht geglaubt. Erstens schien es mir unmöglich, das jemand, der so gut aussieht noch nie was am laufen hatte und zweitens war er klar auf flirttrip.
Sein Verhalten war eindeutig nicht das eines Jungen, der zu schüchtern ist um auf Mädchen zu zugehen.

Nach einigen verteilten Umfragebögen später, mehreren Ausgaben für mich seinerseits und einer menge Körperkontakt haben wir irgendwie beschlossen zu einem Kaufhaus zu fahren. Keine Ahnung, wieso wir das getan haben, dort sind wir jedenfalls im Kinobereich gelandet...ohne uns einen Film anzusehen. Wir wollten nur endlich sitzen.

Dort gab es dann...nun ja, noch mehr Körperkontakt. Mir war klar auf was es herauslaufen würde...natürlich. Nach etwa 15 Minuten Mutsammeln hat er es dann doch geschafft mich irgendwie zu küssen.....eigentlich nichts besonderes, wenn man davon absieht, dass wir uns kaum kannten und es sein erster Kuss war.


Schwer zu glauben, ein Typ, der nicht schlecht aussieht, freundlich ist und flirten kann, ist mit 18 noch ungeküsst und begegnet mir, einem Mädchen, das er kaum kennt und ändert das mal eben so? Entweder der Typ hatte es wirklich nötig, ich schafte es einfach nicht männliche Freunde zu finden ohne nicht vorher was mit ihnen am laufen gehabt zu haben oder er log mich an.

Ich ging, trotz seiner doch eher ungeschickten Versuchen mir seine Zunge in den Mund zu schieben...in dem Eingangsbereich eines Kinos, (!) immer noch von letzerem aus.

Doni ist schlussendlich sogar bis zu mir nach hause gefahren, also noch eine Stunde länger Fahrzeit auf die zwei Stunden, niedlich. Das war schon eher etwas, das eine Jungfrau tun würde....anschliessend am Bahnhof rumzumachen wohl eher nicht. Darin hat es dann geendet.


Mein zweites Treffen mit Doni war gestern. Ich bin zu ihm nach Luzern gefahren um ihn zuhause zu besuchen. Ziemlich logisch was der Zweck der Sache war. Ich gebe zu, danach glaubte ich ihm vorbehaltslos, das es sein erstes mal war. Aber hey, es war witzig. Irgendwie richtig niedlich. Ich hatte selten zuvor so viel gelacht während ich Sex hatte.

Von Amine war ich mir anderes gewöhnt. Harter, besitzergreifender, rücksichtsloser Sex. Wie alles war auch das nur ein Machtspiel, ein höchst erotisches vielleicht, das mich immer wieder umwirft, aber danach in ich immer noch sauer auf ihn. Bei Doni.....es war befreiend. Ich fühlte mich unbeschwert wie seit langem nicht mehr, so als wären ständige, dumpfe Kopfschmerzen plötzlich weg.

Ich hatte mich über mich selbst gewundert, wieso ich nicht versuchte diesen grosszügigen, leichtgläubigen und beeinflussbaren Jungen auszubeuten. Er war nicht der Typ Mensch mit dem ich normalerweise länger befreundet wäre, er war ein typisches Ppfer, dem ich solange schöne Augen machte, bis ich genug Geschenke und Loyalität hatte um ihn fallen lassen zu können.

Ich habe mich wirklich gewundert bis mir eines klar wurde: Doni war weder mein Freund noch war er jemand den ich finanziell ausnehmen wollte, er war schlicht und einfach meine verdammte Kopfschmerztablette.

Schlussendlich hab ich ihm aber trotzdem noch seine Kopfhörer geklaut...wobei eher absichtlich "vergessen". Er bekommt sie wider wenn wir uns das nächste mal sehen. Irgendwie musste ich ja sicher stellen, dass meine Kopfschmerztablette nicht auf dumme Gedanken kommt. Ausserdem waren meine Kopfhörer eh gerade kaputt.

Aus Spass habe ich mich mit "bis in 3 Jahren" verabschiedet, eine Anspielung auf einen One-night-stand. Süss, er meinte dass er mich auf jedenfall vorher wieder sehen will, ihn solche aussagen ":<" machen und ich ihn spätestens nächsten Monat wider am Hals habe. Solange der Typ nicht allzu emotional und anhänglich wird ist er wirklich perfekt.


Zuhause hätte ich aber direkt wieder eine Dosis von meinem neuen Aspirin gebrauchen können. "Du riechst ach Sex." Tolle Aussage nicht? Kann auch nur von meinem Freund kommen. Ach stimmt, ich bin ja in einer Beziehung, ganz vergessen.

Ich habe sogar mit Doni geschlafen ohne dabei daran zu denken, wie ich Amine damit eifersüchtig machen kann, der Junge ist wirklich perfekt.

"Wie riecht den Sex?" antworte ich schnippisch und laufe durch die Wohnung zu meinem Bett. "Nach Herrenparfum." Ich ziehe mich aus, "Und daraus schlussfolgerst du, dass ich Sex hatte." Amine lacht trocken, "Nein, aber ich sehe es dir an. Vergiss nicht, dass du und ich gleich sind, Schatz." Das Schatz tönt aus seinem Mund wie eine Drohung, innerlich zuckte ich mit den Schultern, dagegen war ich immun.

"Ich wäre mir da nicht so sicher...." murmle ich. Das war gelogen, wir waren gleich und das wusste ich. Normalerweise war ich stolz drauf heute überlegte ich, ob ich wohl glücklicher sein könnte wenn ich normaler wäre.

Ich zucke innerlich wieder mit den Schultern, ich hallte nichts von was-wäre-wenn-Theorien. Ausserdem war ich glücklich, was sollte ich mich von einem momentanen Tief und einem Kurzen hoch in Grübellaune bringen lassen? Anderen Menschen ging es bestimmt öfters dreckig als mir. Mein Lebensstil war toll, Amine gehörte mir und Doni tat es vorübergehen in kleinerem Ausmass auch. Ich gestand im ein kleines bisschen Freiheit ein. Nur so würde er weiterhin wirksam meine Kopfschmerzen bekämpfen können und wie gesagt, ich mochte Doni, seltsamer weise.


Ein drittes und letztes Mal zuckte ich innerlich mit den Schultern. "Wie wär es wenn du dich aus meiner Wohnung scheren würdest, Schatz? Wie du doch selbst geschlussfolgert hat, bin ich mit Sex für heute bestens versorgt und würde jetzt gerne schlafen. Nur weil ich nie abschliesse heisst das nicht, dass du hier ein und ausgehen kannst wie du willst."

Ich hatte mi meinen Schlabberpulli angezogen, den ich oft zum schlafen trug und starrte Amine an. Seine Augen funkelten, er war wütend. Sollte er doch. Er würde mich nicht schlagen und selbst wenn, das wäre nur ein Sieg für mich.

Ein Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Nachdem ich den Tag durch den Kopf gelüftet hatte, war ich schon wieder mehr in Stimmung, mich auf Machtspielchen einzulassen. Das war eindeutig ein guter Tag.


Ich erwatete, das Amine etwas wie "Ich bin dein Freund, also habe ich sehr wohl das recht dazu" sagte, aber er lies es bleiben, statt dessen drehte er sich um und ging, einfach so.

Diese mal zuckte ich wirklich mit den Schultern, auch gut. In der Nacht träumte ich von Doni, vermutlich würde Amine mir die ganze abgefuckte scheisse mit noch abgefuckterer Scheisse zurückzahlen, aber aktuell interessierte ich das wirklich nicht. Ich freute mich sogar darauf.

Wenn ich nur ab und zu raus aus dem Szenario kam, flammte meine Spiellust wieder auf. Ich wusste nicht wie lange das anhalten würde un trotz eines Schulternzuckens, fragte ich mich doch ganz ganz schwach wie es wohl wäre einfach einmal ein Leben ohne dieses Theater zu haben.

Scheisse. Gab ich mir selbst zur Antwort. Ich brauchte diese Kopfschmerzen zwischendurch nun einmal um richtig euphorisch werde zu können. Doni war gut, aber er war vorübergehender als Amine.


Wäre es anders müsste ich mehr als nur eine Sache in frage stellen.

1.3.15 23:39, kommentieren

the devils present - about Amine

An Weihnachten stand er plötzlich vor meiner Tür. Ich weiss nicht wieso mich das überrascht hat, er ist schliesslich fast immer bei mir, wenn ich nicht gerade bei ihm bin.

"Hast du keine Familie?" begrüsse ich ihn. Amine lacht nur, "Wir haben gestern schon gefeiert"erklärt er, "und du?" Ich sehe auf die Uhr, "Wir feiern nicht schon am Morgen um neun Uhr." bemerke ich spitz.

"Gut, passt ja perfekt, dann kann ich jetzt reinkommen richtig?" Ich trete aus dem Türrahmen zurück, "Seit wann fragst du um Erlaubnis?" Ein Lachen ist die einzige Antwort die ich bekomme.

Amine streckt mir eine kleine schwarze Schachtel entgegen, mit einer fetten , weissen Schleife drum. Kitsch pur, was sollte das werden, ein Heiratsantrag oder ein Weihnachtsgeschenk?


"Pack es schon aus." Seine Augen strahlen vor Vorfreude, also öffne ich es.
Als ich die Schleife wegnahm, fiel mir die silberne Schrift in der Mitte des Deckels auf: Chopard

Ist der Typ verrückt geworden?! Wer kann sich von einem Lehrlingslohn schon etwas von Chopard leisten?!

Kritisch öffne ich die Schachtel und finde ein schmales, goldenes Armband. Es besteht aus drei dünnen Kettchen, die aussehen als würden sie direkt kaputt gehen, wenn man sie anfasst. Es ist hübsch. Trotzdem hätte ich niemals mein Geld dafür ausgegeben.

Amine nimmt mir das Kettchen sanft weg und bindet es mir um. Mein Handgelenk sieht ziemlich zerbrechlich aus in seinen riesen Händen. Ich mag es wenn er mich anfasst, trotzdem ziehe ich meine Hand zurück. "Danke," ich drücke ihm ein Kuss auf die Wange.

Amine setzt sich auf die Tischplatte und grinst mich an. "Wo ist deine ganze Family hin?" Ich deute an die Decke, "Meine Cousine schläft noch und mein Onkel ist mit meiner Tante bestimmt Zeitung kaufen gegangen oder so. Das heisst aber nicht, dass du hier bleiben kannst."

Wahrscheinlich ist es ziemlich unhöflich jemanden aus dem Haus zu schmeissen, der gerade eine Menge Geld für einem ausgegeben hat.
In dem Moment ist mir das aber ziemlich egal, Amine auch, er bleibt nämlich seelenruhig sitzen.

Seufzend mache ich ihm ein Kaffee, meine Weihnachtsgeschenke sind alle auf dem Tisch verstreut, wie selbstverständlich pickt er ein Buch heraus, nachdem er sich alles angesehen hat. Er blättert darin herum, "Hey, lass uns ein Gedankenexperiment machen, ja?" Ich stelle ihm die Tasse hin, ich warte. Während er vorliest, sehe ich ihn an, um nicht auf das sündhaft teure Armband zu starren. Ihn anzusehen ist auch nicht besser, mir will das strahlen in seinen Augen von vorhin nicht mehr aus dem Kopf gehen. Er war wie ich, er war verdammt nochmal schlimmer als ich. Dieser Ausruck hatte nichts in seinem Gesicht verloren.

25.12.14 20:03, kommentieren

that's a pretty liar - about Alex

Über Alex habe ich noch nie gebloggt, glaube ich. Das ist eigentlich seltsam, man könnte immerhin sagen, er sei mein bester Freund.

Wir kennen uns bereits drei Jahre, wir sind Nachbaren.....man könnte meinen, dass sei der Grund wieso, ich bereits so lange mit ihm befreundet bin, für meine Verhältnisse versteht sich.

Aber mir so nahe zu sein ist alles andere als förderlich. Umso erstaunlicher ist es, dass er trotzdem noch mit mir befreundet ist.

Nun, es heisst Gegensätze ziehen sich an. In unserem Fall muss das wohl wirklich so sein. Wie könnte jemand wie er sonst mit jemandem wie mir auskommen? Ich ziehe Alex oft damit auf, dass er besser als Mom hätte geboren werden sollen. Neugeboren und direkt Mutter, das hätte zu ihm gepasst. Das Problem ist nur, ich habe mich nie von ihm angezogen gefühlt, zumindest nicht in dieser Weise, er schien mir nützlich, das war alles.

Manchmal bewundere ich ihn fast. Diese Mommy in einem Teenager Jungenkörper. Er sagt mir ich soll gefälligst sauber machen, kocht für mich, und zwar Zeug von dem ich nicht mal den Namen kenne. Er putz manchmal auch, wenn ich es nicht mache, nachdem er mich ermahnt hat, einfach weil seine Mommygene damit nicht umgehen können. Er sagt mir ich soll früher schlafen gehen...bis vor einem Jahr, als wir noch auf die gleiche Schule gingen, kam er am Morgen wenn ich verschlafen hatte und ich verschlief oft, um mich zu wecken.

Er wohnt nicht wie ich alleine, seine Familie ist richtig kitschig...alle mögen sich. Aber seine Eltern arbeiten so oft, dass er eine eigene Etage mit Küche und allem bekommen hat. Wie gesagt, er kommt damit klar, er ist halt eine Mommy und so wie es aussieht, bin ich wohl seine kleine pubertierende Tochter. Die er mit bemerkenswerter Ruhe zu erziehen versucht.

Gut, das Beispiel geht nicht ganz auf, immerhin schlafen wir miteinander....gelegentlich. Alex ist nicht der Typ der sich so leicht auf sowas einlässt....ich schon. Unsere Rollen sind sowas von falsch rum verteilt.


Währe da nicht diese Ruhe, würde ich sagen, dass er einfach nur ein verdammter Masochist ist oder aber einfach zu blöd ist um sich dagegen zu wehren, das ich ihn ausnutze, aber so ist das nicht. Mit einem IQ von 126 kommt er fast an meinen rann und ist somit sicherlich nicht zu dumm. Zu naiv auch nicht, er kennt mich, eine Weile kannte er mich sogar besser als ich mich selbst. Vielleicht ist das immer noch so.

Anfangs gab ich mir Mühe mich in seiner Gegenwart zu verstellen, das ist nicht schwierig, auch nicht anstrengend. Es gehört zu mir, ich bemerke den Schwindel meistens selbst nicht mehr.

Doch wir waren Nachbaren, wir waren beste Freunde, er war meine Mommy. Er war so gut, dass ich ihn niemals hätte unverletzt lassen können. Ich war ich, mein hässliches ich, das Leuten wehtun will, sie ausnutz, mit ihnen spielt und sie am Ende wegwirft.

Doch er ertrug alles, egal was ich tat, er weckte mich jedem Morgen aufs neue, wenn ich wieder verschlafen hatte. Egal was ich sagte, er kochte weiterhin für mich mit und egal wie ich war, er bleib immer ruhig- verhältnismässig.

Ich wusste, dass es ihm weh tat und ich fragte mich, wieso er trotzdem an meiner Seite blieb. Er war nicht der erste, bei vielen hatte ich mir einen Spass daraus gemacht, sie an meiner Seite zerbrechen zu sehen. sie waren unfähig zu gehen, sie schienen alle abhängig von mir.
Alex war das nicht. Ich war fasziniert. Ich wollte ihn haben, ich wollte dass er mir gehörte.

"Ich liebe dich." erklärte ich ihm eines Tages, ich war selbst überzeugt davon, in diesem Augenblick, glaubte ich es wirklich selbst.

"Das ist eine hübsche Lüge." antwortete er.
Alex wusste, dass ich log, noch bevor ich es selbst wusste. Er hat mir nie verraten, wieso er das alles tut. Ich denke, ich werde es nie herausfinden, er will nicht, dass ich es erfahre, weil ihm bewusst ist, dass das sein Trumpf ist. Ich denke, Alex ist ein verdammt guter Mensch, aber er spielt genau so mit mir wie ich mit ihm. Aus anderen Beweggründen, aber er spielt.

23.12.14 23:56, kommentieren

Du hast verloren. - about Dexter

"Du kannst mich also nicht leiden hm?"

So begann meine Konversation mit dem Jungen der sich Dexter nannte."Du kannst mich also nicht leiden hm?"

Eine Anspielung auf meinen Status. Dexter ist niemand erwähnenswertes, ich schreibe nur über ihn, weil mir sonst gerade nichts einfällt über das ich schreiben könnte.

Das Gespräch begann wie viele andere auch und es ging weiter wie viele andere auch: "Ich mag dich, du hast etwas geheimnissvolles an dir und wirkst doch ehrlich." Ich ging nicht weiter darauf ein. Er begann von sich zu erzählen....was für eine erbärmliche Person er darzustellen versuchte.

Normalerweise würde ich mit solchen Personen nicht schreiben. Aber mir war langweilig. Ausserdem spüre ich, wenn Personen interessant sind. Nicht auf welche Weise, ich weiss nur, dass sie es sind.

Je mehr er erzählte, desto weniger glaubte ich ihm. Sein Nutzername, Dexter. Es war der Name des Hauptprotagonisten seiner Lieblingsserie. Ein Serienkiller, ein Psychopath....das soll er zumindest darstellen. Aber der Charakter war erbärmlich, voller Fehler, Ungereimtheiten, Schwächen.....

"Ich spiele mit anderen, bis ich die Interesse an ihnen verliere."

Das habe ich ihm mal erklärt. Seine Frage darauf war: "War es jemals umgekehrt?"

Auch das hörte ich nicht das erste Mal. Jene die es mich fragten, haben oft ihr Glück versucht und sind gescheitert. Er würde auch scheitern, er war längstens nicht so undurchschaubar wie er dachte.

Ein Sack voll Reis - ich habe keine Interesse mehr.
Ein Bild von gefallenen Würfeln - du hast trotzdem verloren.

21.12.14 23:20, kommentieren

Das Märchen von der Freiheit

Und wir schlafen glücklich und zufrieden im goldenen Käfig, den wir Gesellschaft nennen. Kaum einer öffnet jemals die Augen, erwacht aus seinem Traum von der Freiheit und wenn doch? Er sieht die Gitterstäbe und schliesst die Augen ganz erschrocken, so schnell es geht, wieder. Fest drückt er sie zu und träumt schnell weiter wie er aus dem Käfig entflieht. Was bist du nur für ein erbärmliches Wesen Mensch, dass du es wagst von Freiheit zu reden während du in deinem Käfig sitzt? Doch Mensch, verzweifle nicht, wärst du stark, wärst du kein Mensch. Wir Menschen werden dafür gemacht unsere Augen geschlossen zu halten. Denn als Mensch gibt es kein entkommen aus diesem Käfig. Du kannst wohl deinen Arm hinausstrecken, vielleicht auch ein Bein. Doch bist du dann frei? Starke Menschen gibt es nicht, wir alle würden an der Freiheit verzweifeln. Wir alle würden in den Freiheit sterben. Los geh Mensch, fliehe in die Freiheit und sterbe. Gib deine Menschlichkeit auf und stirb als namen und gesichtsloses Wesen für deinen Traum von der Freiheit. Doch sag mir vorher, ist es so wie du es dir in deinen Träumen vorgestellt hast: Einsam in Freiheit sterben?

20.12.14 19:39, kommentieren

I'm not afraid

Da sitze ich, mit Leuten die sich meine Freunde nennen. Leute die sich mit mir abgeben, Leute mit denen ich mich abgebe. Wir hören uns alte Lieder an, verstärkt durch einen noch älteren Ghettobluster. Der Joint wird weitergegeben, ich lehne ab, sitze am Fenster. Die sollen mich mit dem Zeug nur ja in Ruhe lassen. Ich sehe mich lieber zu Eminems Musik, oder das, was er Musik nennt, um, beobachte die Leute, frage mich: Wie lang noch bis sie langweilig werden?

Ich habe so viele verschiedene Menschen um mich herum, jene die wie ich besessen von Sport sind, gestörte, soziale manche interessanter als andere, manche Freundschaften langlebiger als andere, manche gezwungener als andere....aber es ändert nichts, sie sind langweilig.
Alle sind sie nur bedingt unterhaltsam. Mich stört es nicht sie auszutauschen, ich brauche keine festen Bindungen, im Gegenteil, ich fühle mich von ihnen sowieso nur eingeengt.

Trotzdem frage ich mich manchmal, was wäre wenn ich jemanden finden würde, bei dem das anders wäre?

Würde ich bleiben? Würde es schmerzen zu gehen? Wie lange ginge es wohl, bis ich diese Person vergessen hätte?


Ich denke ich kenne die Antwort bereits, ich würde gehen ohne einen Gedanken an das was wäre wenn zu verschwenden.

Denn so bin ich nun mal, selbst wenn es 1000 Gründe gäbe zu bleiben, ich würde den einen suchen um zu gehen.

1 Kommentar 20.12.14 18:07, kommentieren

Der weisse König fällt - about Amine

Ich habe euch bereits über einige seltsame Freunde von mir berichtet.
Aber den besten habe ich euch bisher vorenthalten. Das liegt aber nicht daran, dass er es nicht wert wäre über ihn etwas zu schreiben. Es ist bloss so, dass ich ihn noch nicht lange kenne.

Eigentlich kenne ich ihn gar nicht, ich verbringe einen Grossteil meiner Zeit mit ihm, aber kennen tue ich ihn trotzdem nicht, zumindest nicht ganz.
Amine, er ist eindeutig mein Lieblingsrätsel.


Das ganze begann vor drei Wochen, genau drei Wochen, fast auf die Stunde genau. Ich lernte ihn durch eine Freundin von mir kennen.
Natürlich eine Freundin, er gab sich genauso wenig mit dem selben Geschlecht ab wie ich. Dieser Junge gleicht mir übrigens in vieler Hinsicht, aber darauf kommen wir später.

Wir wollten später ins Kino gehen und hatten uns zuvor in der Wohnung von irgendeinem Typen verabredet, den ich nicht kannte. Wir alle kannten uns kaum. Jeder hatte seine eigenen Freunde mitgebracht, so dass wir am Ende gut 20 Leute waren. Von diesen 20, kannte ich zwei.

Doch ich will nicht abschweifen, immerhin wollte ich von Amine berichten und nicht davon, wen ich alles kannte bzw. nicht kannte.

Wie dem auch sei, meine beiden Freunde kannten so gut wie alle. Da sie in irgendwelche Gespräche und Rummalbereien verwickelt waren, hatte ich mir also jemand anderes zu suchen mit dem ich die Zeit totschlagen konnte. Ich knüpfe leicht neue Kontakte, das war also an und für sich kein Problem. Ich kam jedoch gar nicht dazu, Amine fand mich zuerst.

Er fand mich, obwohl ich mich gar nicht hatte finden lassen wollen. Das kommt selten vor, ich war beeindruckt. Das war wohl auch sein Ziel, ich zu beeindrucken. Ein ausgeprägter Hang zur Selbstdarstellung, irgendwoher kannte ich das doch.

"Amine", stellte er sich vor und reichte mir die Hand. Andy, erwiderte ich und ergriff sie. Er hatte ziemlich grosse Hände, ich mag grosse Hände...

Während wir uns auf das Sofa setzten, fiel mir ein kleines Schachspiel auf. Eines dieser Magnet-Reise-dingsbums. Er fing meinen Blick auf, "Spielst du?" fragte er mich. Ich lächelte fein, "gelegentlich." antwortete ich. Das war eine Lüge, ich hatte früher eine Menge Zeit damit verbracht, gegen mich selbst, andere und den Computer Schach zu spielen.

"Wollen wir ein Spiel wagen?" Diesmal lachte ich wirklich, ich hatte verstanden was er mir sagen wollt und ja, ich wollte spielen.

Wahrscheinlich hatte ich Amine unterschätzt, sah ganz danach aus, als wäre ich nicht die einzige, die früher regelmässig gespielt hat. Keine Ahnung, wie lange wir unsere Figuren hin und her schoben, ohne den anderen besiegen zu können. "Nicht schlecht," bemerkte Amine. Ich schob meinen Turm zwei Felder vor. "danke." erwiderte ich, das gleichfalls sparte ich mir. Es waren die ersten Worte die wir im Laufe des Spiels wechselten. Ich hatte meine Vermutung wieso.

Wie gesagt, hatte ich mir das gleichfalls verkniffen. Statt dessen, war ich auf eine andere art und weise höflich. Eine die nur wenige Leute verstanden, die richtigen. "27" Erklärte ich also beiläufig. Der Weg für meinen Springer war frei, ich machte meinen Zug. "Schach." Gleich würde sich zeigen ob ich mit meiner Vermutung richtig lag. "31" antwortete er. Ich konnte nicht verhindern, dass sich ein Grinsen auf meinem Gesicht ausbreitete und ich mich selbstzufrieden zurücklehnte.

Dieser Typ war ein Monster, aber das war ich auch.

Ich wartete auf seinen Zug und war mir fast sicher, zu wissen was er tun würde. Lachend bewegte er den König so, dass er ihn nicht mehr im nächsten Zug beschützen konnte. "Matt." Er stiess seinen König um.

Ich wusste, dass er absichtlich verloren hatte und ich konnte mir auch denken wieso. Er wieder rum wusste, dass es mir klar war.

Obwohl wir uns kaum kannten, legte er wie selbstverständlich seinen Arm um meine Taille als wir uns mit den anderen auf den Weg ins Kino machten, es störte mich nicht. Im Gegenzug lies ich meine Hand in seine Hosentasche gleiten. Wir unterhielten uns mit den anderen bis wir im Kino angekommen waren. Spontan entschieden wir uns die spätere Vorstellung anzusehen und erstmal in der kinoeigenen Bar, etwas zu trinken. Absichtlich setzte ich mich nicht neben ihn, absichtlich zog er sich einen Stuhl heran um doch neben mir einen Platz zu haben.

Jeder dachte wir würden flirten, das taten wir auch. Aber nicht in dieser Weise wie sie es verstanden. Wir waren beide Monster, unfähig einander zu lieben und doch so fasziniert von einander, dass wir uns für das einzige entscheiden, dass der Liebe am nächsten kam.

Wir wollten den anderen besitzen, wir konnten nicht ohne einander. Zumindest vorerst nicht. Wir sind gleich, er und ich. Und weil wir uns beide brauchten, stellten wir uns in ein Abhängigkeitsverhältnis zu einander. Ein ewiges Machtspiel, wer über den anderen zu gebieten hatte. Wer sich einfacher lösen konnte, wer den anderen einfacher verletzte, wer weiterhin so weitermachen konnte wie bisher.

20.12.14 16:02, kommentieren